Aus der Ur- und Frühgeschichte Dabels

Mit dem Abschmelzen der großen Eismassen der letzten Eiszeit um etwa 10000 v. u.Z. war die Erde unserer Gegend kahl und leer. Die Eismassen hatten durch Schürfungen große Mengen an Sand, Kies, Geröll und großen Steinen (Findlinge) mitgebracht, die die jetzige Endmoränenlandschaft bei uns formten. Allmählich bildete sich wieder eine Vegetation in Form von Moosen, Gräsern und Blumen. Auch ein Wald entstand aus Zwergbirken und Kiefern. Später bildeten sich wieder richtige Wälder mit Baumarten, wie wir sie auch heute noch haben. Mit der Entwicklung der Flora entstand auch die Fauna. Wo Pflanzenwelt und Tierwelt in Ordnung waren, konnte auch der Mensch leben. Und so wurde unsere Gegend so nach und nach besiedelt.

Die ältesten Zeugen menschlicher Siedlungstätigkeit in Mecklenburg stammen aus der Steinzeit. Die Menschen lebten in der Mittelsteinzeit (um 8000-3000 v.u.Z.) als Jäger, Fischer und Sammler, in der folgenden Jungsteinzeit (3000-1800 v.u.Z.) als Ackerbauern und Viehzüchter. Von ihnen kennen wir zahlreiche archäologische Bodenfunde, vorwiegend aus Feuerstein und Felsenstein, aber auch aus Knochen und Geweih, Bernstein und Ton. Zu den Funden zählen zierliche Feuersteingeräte und Pfeilspitzen, Feuersteindolche und -sicheln, verschiedene Typen von Steinbeilen und -äxten, dazu Harpunen und Hacken aus Geweih und Knochen. Der Berrnstein wurde zu Schmuck verarbeitet.

Durch die Eiszeit geformtes Land
Durch die Eiszeit geformtes Land
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