Dabel und seine Umgebung

Das sind die alten ehrwürdigen Bäume im Dorf, in der Feldmark und an den Waldrändern, stille Zeugen vergangener Zeiten. Dabel wird 1262 als dabele - dab = Eiche erwähnt. Noch stehen in unserer Flur Hunderte von Jahren alter Eichen. Das sind Naturdenkmale im wahrsten Sinne des Wortes. Die Wucht der Stämme, die Stärke, der knorrige Wuchs der Äste und die grobrissige Borke erwecken bei uns die Vorstellung großer Widerstandskraft und Stärke. Darauf deutet auch ihr lateinischer Name "Querkus robur" hin, wobei der Artname "robur" Stärke bedeutet. So ein mächtiger "Eikboom" mit seiner weitausladenden Krone gebietet uns in seiner Größe Achtung und Bewunderung. Sie bewahren Vergangenes in Stummheit.

Nur dem Menschen, der sich einmal zu ihnen setzt und dem Rauschen der Kronen zuhören kann, dem werden sie vieles über vergangene Zeiten erzählen können. Vielleicht auch etwas über die Legende um den Werder. Die Geschichte Dabels ist sehr eng mit der Halbinsel Werder auf dem Klein Pritzer See verbunden. Der Klein Pritzer See wurde ehemals Nepersmühler See genannt. Am Ausfluß des heutigen Klein Pritzer Sees nach Borkow zu, hat früher das Dorf Nepersmühlen gelegen, das schon im Mittelalter untergegangen ist. Urkundlich wird es zuerst erwähnt 1280 als Newopersmolen. Wo früher das Dorf Nepersmühlen gelegen hat, liegt heute das Dorf Schlowe. Der Klein Pritzer See wird auf der Forstkarte von 1767 auch der Leusmühlsche See genannt.

Von einem Ort gleichen Namens ist jedoch nichts mehr bekannt, vielleicht hat es einen solchen Ort auf der anderen Seite des Sees gegeben. Auf dem Werder befindet sich ein historisch wertvoller slawischer Burgwall, er gehört zu den geschützten Bodendenkmälern. Hier zogen sich die Slawen vor Angriffen und Überfällen ihrer Feinde zurück.

Auf dem Werder - mit Blick auf den Klein Pritzer See
Auf dem Werder - mit Blick auf den
Klein Pritzer See

 

        
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