Die Entwicklung des Schulwesens -Von den Anfängen bis zum Neubeginn 1945

Der SMAD-Befehl Nr. 40 ordnete an, am 1. Oktober 1945 mit dem Unterricht zu beginnen. In Dabel konnte dieser Wiedereröffnungstermin nicht eingehalten werden, weil die Schule als Hilfskrankenhaus mit Typhuskranken belegt war. Nach inzwischen durchgeführter Erfassung und Registrierung aller schulpflichtigen Kinder begann der Unterricht erst am 9. Dezember 1945. Die ersten Wochen und Monate des Neubeginns waren äußerst schwer und problemvoll: Schreibzeug, Hefte und vieles andere für den Schulbetrieb fehIten fast völlig und mußten irgendwie beschafft werden. Alte Schulbücher gehörten nicht mehr in die Schulklassen, und neue gab es anfangs noch nicht.

Die vier eingesetzten Lehrer waren überlastet; denn die Zahl der Schüler stieg im Vergleich zu 1944 um mehr als das Doppelte an. Im Ergebnis dessen mußte der Unterricht zweischichtig bis am späten Nachmittag durchgeführt werden. In den nachfolgenden Jahren kam es schwerpunktmäßig darauf an, auf der Grundlage des Gesetzes zur Demokratisierung der deutschen Schule (1946) eine allgemeine Erhöhung des Bildungsniveaus auf wissenschaftlicher Grundlage zu erreichen, das Fachlehrersystem und den Frerndsprachenunterricht für alle Kinder einzuführen.

Um diese historisch-politische Aufgabe zu verwirklichen, gehörte zu den ersten Voraussetzungen, jede Altersstufe als Klasse zu unterrichten und somit den rückstandigen Mehrstufenunterricht (Unterricht in Klassen rnit mehreren Altersstufen) in Dabel und später in den urnliegenden einklassigen "Zwergschulen" eben so zu beseitigen.

Aus schulorganisatorischer Sicht mußte also zuerst an dieser Stelle begonnen werden.

Ostflügel mit früherem Haupteingang. Heute ist dort auch die Gemeindeschwesternstation untergebracht

Ostflügel mit früherem Haupteingang.
Heute ist dort auch die Gemeinde-
schwesternstation untergebracht

 

        
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