Sage vom Armensünderposten

Auf dem Wege von Dabel nach Dabel Woland, am sogenannten "Rittbruuk" (ein Torfmoor), steht ein starker eichener Pfost mit einem eingebranntem Kreuz.

Vor vielen Jahren soll hier ein unschuldig Verurteilter hingerichtet worden sein. Bevor er das Opfer des Henkers wurde, sagte er, dass Gott einen Dornbusch auf dem Richtplatz aufwachsen lassen werde, der ihm seine Unschuld bestätigte. Sogleich soll nach der Hinrichtung ein großer Dornbusch in paar Tagen aufgewachsen und ebenso schnell wieder vertrocknet sein.

An dieser Stelle wurde nun ein starker Pfost als Denkmal errichtet, der, vom Zahn der Zeit verzehrt, durch einen anderen ersetzt wird.

[Erzähler: X, Woggersin, Kreis Neubrandenburg]
[Aufzeichner: Lehrer Knak, Woggersin, Kreis Neubrandenburg 10.04.1900]

Aus: Herr und Knecht
Aus der Sammlung
Richard Wossidlos
Akademie Verlag . Berlin 1960

 

Der Dabeler Sünderposten
Der Sünderposten in Dabel
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