Der Weg ins neue Leben | Teil 5

Ab 1950 vollzogen sich die ersten Veränderungen in der Versorgungsstruktur. So übernahmen die HO das Lebensmittelgeschäft von K. Wiesner in der jetzigen J .-R.-Becherstraße 2 (Wohnhaus Schliehe). Erster Verkaufsstellenleiter wurde Hans Warnke, der viele Jahre erfolgreich den Betriebsteil OGS Sternberg leitete.

In der Wilhelm-Pieck-Straße 18 unterhielt die HO weiter eine Verkaufsstelle für Textilien und Schuhe. Die Verkaufsstelle leitete Hans Post. Ebenfalls befand sich eine Verkaufseinrichtung der HO für Industriewaren in der
W.- Pieck-Str., die von Frieda Werner geleitet wurde. Für die letzteren beiden Verkaufsstellen übernahm 1964 die Kon- sumgenossenschaft Sternberg den Versorgungsauftrag. Auch in der Landwirtschaft ging es weiter voran. Mit tatkräftiger Unterstützung der Arbeiterklasse auf dem Lande, den Traktoristen und Schlossern, Agronomen, Technikern der MAS, später der MTS Hozendorf, entwickelte sich die Landwirtschaft in Dabel gut.

Besondere Erleichterung erfuhren die werktätigen Einzelbauern durch die Bildung der MAS in Holzendorf. Allen Bauern stand die Inanspruchnahme der Leistungen offen, wobei die gestaffelten Tarife nach Betriebsgröße eine Inanspruchnahme nicht nur möglich machte, sondern auch in jedem Fall vorteilhaft war. So galten 1949 folgende MAS-Tarife:

  Mark je ha mittleres Pflügen
  1949 1950
     
bis zu 10 ha LN 29,- 27,-
10 bis 20 ha LN 35,- 33,-
über 20 ha LN 41,- 39,-
 










Da die Tarife der MAS unter den Selbstkosten lagen, mußte mit der Erhöhung der Leistungen der MAS auch eine Erhöhung der Subventionen durch den Staat erfolgen.
Teilansicht des Kreisbetriebes für Landtechnik (KfL), Betriebsteil Holzendorf
Teilansicht des Kreisbetriebes für
Landtechnik (KfL), Betriebsteil Holzendorf

 

        
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