Der Weg ins neue Leben | Teil 4

Trotzdem war aller Anfang schwer, denn es fehlte an Vorgespann und Gerät. Besonders den Neubauern wurde der Anfang durch den Befehl vom 24. 9. 1947 der SMA Mecklenburg/Vorpommern zum Neubauernprogramm erleichtert. Nach diesem Befehl wurden in unserer Gemeinde drei Gebäude am Rothen Strumpf errichtet. Gegenseitig erleichterte man sich die Arbeit durch die Bildung einer Dorfgenossenschaft.

Im Mai 1950 existierte eine solche in Dabel. Zur Erhöhung der Wirksamkeit der Dorfgemeinschaften schlossen sie sich mit der VdgB zusammen, so daß bereits am 1. 1. 1950 in Dabel eine VdgB/BHG bestand, deren erster Vorsitzender Karl Behn war. Die stillstehenden Betriebe wie das Sägewerk, die Molkerei und viele Handwerksbetriebe nahmen die Arbeit auf. Die Kaufleute Willi Suhr, Hermann Dankert und Karl Wiesner öffneten ihre Lebensmittelläden. Robert Flotow eröffnete wieder seine Schlachterei. In der Bäckerei Heinrich Kleversaat wurde mit Unterstützung der Jugendlichen Günter Hartig, Günter und Ulli Mogck sowie Fritz Reglin wieder das erste Brot gebacken. Die Technik in der Molkerei wurde mit Hilfe einer alten Lokomotive, die vom Gutshof Dinglage herangeschafft wurde, durch den Maschinisten Graupmann wieder in Gang gesetzt. Unter Leitung von Molkereimeister Ernst Rabe wurde wieder Milch angenommen und Butter produziert.

Das um 1922 errichtete Sägewerk nahm unter Leitung ihrer Inhaberin Maria Ebner mit 5 Arbeitern wieder den ersten Einschnitt angelieferten Holzes vor. Viele Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe eröffneten ihr Gewerbe und boten ihre Leistungen an. Das waren 4 Bauhauptgewerbe (Alfred Becker, Willi Schwarz, Rudolf Dankert, Hermann Meyer), die Dachdecker Robert Gödecke und Hans Schulz, die Tischler Otto Garling und Herbert Oberländer, die Schmiedemeister Ernst Peters und Ernst Böhm, die Stellmacher Ehrenfried Schapert und Heinrich Thiedt, die Maßschneider Franz Köster und Bernhard Graf sowie die Maßschneiderin Elli Bartels, der Maler Fritz Bohnsack, der Rundfunkmechaniker Heinrich Greve und der Friseur Karl Pingel.

Teilansicht des Kreisbetriebes für Landtechnik (KfL), Betriebsteil Holzendorf
Teilansicht des Kreisbetriebes für
Landtechnik (KfL), Betriebsteil Holzendorf

 

        
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