Der Weg ins neue Leben | Teil 1

Am 3. Mai 1945 fand auch das schwärzeste Kapitel deutscher Geschichte, die faschistische Barbarei, in Dabel ihr Ende. Aus Richtung Borkow kommend, wurden die ersten Befreier - sowjetische Soldaten - von Frau Helene Schönberg in der Sprache der Befreier herzlich begrüßt.

Neben den Dabeler Einwohnern, davon 22 in Woland und 14 auf dem Forsthof in Turloff lebend, sowie weitere Frauen, Männer, Kinder und Greise, die der Faschismus bis Dabel verschlagen hatte, standen am Anfang des Weges ins neue Leben. Schaffen im Frieden prägte das Denken jener Jahre. Sehr viele Dabeler Familienväter und Söhne erlebten den neuen Anfang nicht, sie hatten auf den Schlachtfeldern Europas der braunen Pest ihr Leben sinnlos opfern müssen. Besonders grausam traf es u.a. die Familie Paul Köster, die fünf Söhne verlor. Zahlreiche Kinder verspürten in den schönsten, wenn auch schwersten Jahren nicht die väterliche Liebe und Fürsorge, und die Mütter hatten es doppelt schwer, für das tägliche Brot zu sorgen.

Der Tag der Befreiung war auch die Geburtsstunde der antifaschistisch-demokratischen Umwälzung wie überall im Lande. AIs Aktivisten der ersten Stunde stellten sich die Kommunisten Hermann Frehse, Paul und Heinrich Bütow sowie 80 Mitglieder der SPD unter Führung von Paul Köster an die Spitze des Neubeginns.

Mit großer Hilfe der sowjetischen Klassenbrüder wurden die komplizierten Maßnahmen zur Normalisierung des öffentlichen Lebens in Angriff genommen. Die Molkerei wurde zunächst Sitz der Kommandantur. Bald danach wurde die Kommandantur ins Gutshaus Dinglage verlegt. Frau Helene Schönberg war dann als Dolmetscherin tätig.

Das um 1922 errichtete Sägewerk
Das um 1922 errichtete Sägewerk

 

        
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