Die Frühdeutsche Zeit | Großsteingräber

Das Großsteingrab am Dabeler See wurde im September 1966 von Gudrun Sommer vom Institut für Ur- und Frühgeschichte der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin auf Anordnung der Forschungsstelle vom Schweriner Museum untersucht.

Dieser Dolmen - so nennt man auch diesen Typ der Großsteingräber - ist ein Typ seltener Art, der bisher aus Mecklenburg nur von Plaaz, Kreis Güstrow, bekannt war und auch sonst sehr selten war. Der gewaltige Deckstein liegt nicht mehr auf den Wandsteinen. Er hat durch sein Gewicht die östlichen Wandsteine beiseite gedrückt und die eine Langseite liegt fest auf dem Pflaster. Von den 6 Wandsteinen ist einer nicht mehr vorhanden. Der Schlußstein ist aber noch dort und steht wahrscheinlich noch in seiner usprünglichen Lage. Die Kammer ist mit rundlichen und nicht mit gespaltenen Steinen ausgelegt.

Unter der Steinschicht befindet sich eine 5 cm starke Lehmtenne, die ihrerseits von einer 3 cm starken Schicht gebrannten Feuerstein bedeckt war. Dann folgte die etwa 20 cm starke Fundschicht. Als Hauptfunde wurden angegeben:

2 Felsgesteinäxte mit gekniffenen Nacken,
2 dicknackige, hochgeschliffene Feuersteinbeile,
2 querschneidende Pfeilspitzen,
einige Klingen und eine große Anzahl von Scherben aus verschiedenen Zeitaltern.

Das Großsteingrab am Dabeler See
Das Großsteingrab am Dabeler See
      
     
        
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