Die Frühdeutsche Zeit nach 1200 u.Z.

Im Zuge der Feudalen Ostexpansion zogen deutsche Ritter, Bauern, Handwerker und Kaufleute in das slawisch besiedelte Land. Dabei wurde den Slawen das Christentum aufgezwungen. Es kam zu einer Verschmelzung der slawischen und deutschen Bevölkerungselemente.

Die slawischen Burgen wurden größtenteils aufgegeben. An ihre Stelle traten kleine Rittersitze. Auf einem durch Gräben und oft auch Wall geschützten kleinen Hügel stand einstmal ein Wohn- und Wehrturm. Zu dem Fundgut zählen Reste meist blaugrauer Tongefäße verschiedener Form, mittelalterliche Schwerter, Sporen, Lanzenspitzen, Armbrustbolzen, Holzteller, Messer und viele andere Funde. Fassen wir noch einmal zusammen. Welche Zeit hat welches sichtbare Bodendenkmal hinterlassen:

Die Steinzeit die Großsteingräber
Die Bronzezeit die Hügelgräber
Die Eisenzeit die Steintänze
Die Slawenzeit die Burgwälle
Die Frühdeutsche Zeit die Turmhügel

Alle diese Bodendenkmäler sind auch im Kreis Sternberg mit Beigaben und Geräten zu finden. Eine Zusammenstellung bis 1966 hat die frühere Kreisbodendenkmalpflegerin, Frau Gärtner, Ventschow in ihrem Buch "Die ur- und frühgeschichtlichen Denkmäler und Funde des Kreises Sternberg" angefertigt. Was finden wir nun speziell auf der Gemarkung Dabel?

2 Großsteingräber in der Nähe des Dabeler Sees, davon 1 beschädigt,
2 Hügelgräber auf dem früheren Acker von Paul Döscher, nordwestlich vom Bahnhofsgelände, Flint- und Felsgesteingeräte jeglicher Art.

Tonscherben aus den verschiedenen Zeitaltern. Siedlungsplätze aus der mittleren und jüngeren Steinzeit. 1 slawischer Siedlungsplatz am Holzendorfer See.

Auf den nächsten Seiten gehen wir kurz auf die sichtbaren Bodendenkmäler der Gemarkung Dabel ein.

Blick zum Werder
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