Die Eisenzeit von 600 v.u.Z. bis 600 u.Z.

Mit der bodenständigen Eisenerzeugung bei den einheimischen germanischen Stämmen setze sich ein schneller wirtschaftlicher Aufschwung ein, verbunden mit Veränderungen in der gesellschaftlichen Struktur. Im Verlaufe dieser Entwicklung bildete sich eine Adelsschicht heraus, die durch besonders reich ausgestattete Gräber repräsentiert wird. Häufig enthalten diese Gräber Importgegenstände aus den Werkstätten des römischen Imperiums.

Durch schriftliche Quellen sind uns Stammesnamen der germanischen Bewohner Mecklenburgs überliefert, wie Langobarden, Sueben u.a. Die Funde spiegeln die Entwicklung der Eisenmetallurgie deutlich wider. Zunächst wurden nur kleine Schmuck- und Gebrauchsgegenstände erzeugt wie Nadeln, einfache Fibeln, Gürtelverschlüsse und Rasiermesser, später traten dazu Schwerter, Schildbestandteile und Sporen. Im Kunstgewerbe wurde weiterhin Bronze verarbeitet, vorwiegend zu den verschiedensten Fibeln, Nadeln und Ohrringen. Daneben gibt es auch Schmuck aus Silber, Gold und Glas. Unter den Tongefäßen fallen schwarze Terrinen mit sogenannter Rollrädchenverzierung besonders auf.

Neben Oberflächenfunden stammen die meisten germanischen Funde Mecklenburgs aus Urnengräbern, die auf oftmals ausgedehnten Gräberfeldern in großer Zahl gefunden wurden. Sichtbare Bodendenkmäler sind selten. Hierzu zählen die sogenannten Steintänze.

Blick über den Dabeler See
Blick über den Dabeler See
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