Zur Entwicklung der Arbeiterklasse in Dabel | Teil 2

Im heutigen Hause Waack wurde eine Verkaufsstelle der Konsumgenossenschaft eingerichtet. Sie wurde lange Zeit von Heinrich Stuhr geleitet und hatte Einfluß auf die weitere Entwicklung der Arbeiterklasse in unserem Dorf. Während des Kapp-Putsches 1920 bildeten die Dabeler Arbeiter einen Aktionsausschuß unter der Leitung der Genossen Willi Schwarz und Emil Raasch. Nachdem zum Generalstreik gegen Kapp-Lüttwitz aufgerufen worden war, sorgten die Arbeiter dafür, daß in Dabel die Arbeit ruhte.

Auch für die Durchführung des Generalstreiks auf den umliegenden Gütern fühlten sich die Dabeler Genossen verantwortlich. Sie holten gewaltsam die beim Schmiedemeister Lorenz widerrechtlich eingelagerten 12 Karabiner vom Kriegsverein und kontrollierten die Durchführung des Generalstreiks.

AIs die Nachricht kam: In Bülow (bei Crivitz) wird gearbeitet und nicht gestreikt, setzte sich eine Gruppe mit Friedrich Bossow, Bernhard Gerotzke, Hermann Frehse, Karl Lobert, Friedrich Rohde, Friedrich Plagemann, Otto Trost, Paul Köster u.a. in Marsch, um auch dort für Arbeitsniederlegung zu sorgen. In Hohen Pritz schlossen sich noch einige Landarbeiter an, doch vor Bülow mußten sie ihr Vorhaben aufgeben, weil dieser Ort inzwischen vom Freikorps Roßbach besetzt war. In den folgenden Jahren organisierten sich die Dabeler Arbeiter auf verschiedenen Ebenen.

Das war der Radfahrer-Verein "Wandern" in Dabel mit Paul Hacker, Willi Esche, Paul  Lüth, Karl Soltow, Paul Frick und Willi  Ruthenbeck
Das war der Radfahrer-Verein "Wandern"
in Dabel mit Paul Hacker, Willi Esche, Paul
Lüth, Karl Soltow, Paul Frick und Willi
Ruthenbeck

 

Die Schützengilde zu Dabel 1929
Die Schützengilde zu Dabel 1929

 

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