Die Geschichte bis zum 19. Jahrhundert | Teil 2

Dabel entwickelt sich schon frühzeitig zum Bauerndorf, in dem die Fürsten Grund und Boden an eine Reihe von Bauern in Pacht übergeben.

Das "Kirchlehn Dabel" wird im Jahre 1306 von Fürst Heinrich von Mecklenburg dem Kloster Sonnenkamp überwiesen. Derselbe Fürst verpfändet 1308 Dabel zusammen mit den Dörfern Granzin, Dobbin für ein Kapital von 826 Mark jährlicher Hebungen, damit ist Dabel nun wieder in fürstlichem Besitz, und zwar derer von Mallin bis zum Jahre 1336, als das Kloster Dobbertin das Dorf von der verwitweten Gisela von Mallin und ihren Söhnen Nikolaus und Rainer kauft. Das Kloster lässt sich den Besitz Dabels vom Fürsten Albrecht von Mecklenburg bescheinigen. Über 300 Jahre, bis ins 17. Jahrhundert, verbleibt Dabel nun im Besitz des Klosters. Im 30jährigen Krieg wird auch unser Dorf vollständig zerstört.

In "Mecklenburgische Vaterlandskunde" von W. Raabe finden wir folgende Darlegung: "Dabel war zur Zeit des 30jährigen Krieges bloß ein Bauerndorf, dessen erbitterte Einwohner einige plündernde kaiserliche Soldaten erschlugen, worauf eine gesandte Schaar von Kroaten aIle Einwohner mit Weib und Kind niedermetzelten, so daß nur 3 Menschen dem Blutbade entgingen, von denen einer, der Sohn eines Bauern Schröder das zum Teil in einem Hof umgeschaffene Dorf später in Pacht erhielt, dessen Nachkommen dasselbe als Pächter bis 1853, also 2 Jahrhunderte, bewohnt haben.

Die Kirche brannte bis auf die Grundmauern nieder, aIle Gebäude wurden vollständig zerstört. Sprach man vor dem Kriege von 12 Bauern und 7 Kossaten (Arbeiter, die beim Großgrundbesitzer Fronarbeit leisten mußten, aber eine kleine Wirtschaft hatten, später wurden hieraus Büdnerstellen) die in Dabel ansässig waren, so verbleiben nach dem Kriege noch 3 Bauern, von denen einer seine Wirtschaft gut im Gange hat, während die anderen beiden dürftig mit Saat- und Brotkorn versehen sind und kein Zuchtvieh besitzen." Soweit die Darlegungen von W. Raabe. Andere Geschichtsschreiber stellen einiges als unrichtig dar, weil es angeblich vor dem Kriege keinen Bauern Schröder in Dabel gab.

Die Dabeler Kirche
Die Dabeler Kirche

 

Die Dabeler Kirche im Jahre 2007
Die Dabeler Kirche im Jahre 2007

 

        
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