Die Geschichte bis zum 19. Jahrhundert | Teil 1

Urkundlich erwähnt finden wir Dabel erstmals im Jahre 1262, als Johann von Mecklenburg dem Kloster Dobbertin sechs Hufen aus Dabel übergibt, die bis dahin Dietrich Flotow in Besitz hatte. In dieser Zeit hatten im norddeutschen Raum, ganz besonders östlich der Elbe, Fürsten, Ritter, Feudalherren und Adelige große Besitztümer, die sich in ihrem Umfang über mehrere heutige Gemeinden erstreckten. Ihren Wohnsitz hatten die Feudalherren meist in den befestigten Städten. So finden wir z. B. in dieser Zeit in Sternberg Ritter und Adelige wie die Familien Wamekow, Rosenow, Dämelow, Woserin, Rüest, Bülow, Barner, Pritz, Raden und viele andere.

Besonders in der Zeit, als Heinrich der Löwe von 1302 bis 1329 die Stadt Sternberg zu seinem ständigen Aufenthaltsort erwählte, wurden viele Ritter in Sternberg seßhaft. Heinrich der Löwe wählte Sternberg zu seiner langjährigen Residenz, weil in der Nähe von Sternberg die Grenzen mehrerer Fürstentümer zusammenstießen, und es fanden des öfteren Zusammenkünfte von Fürsten und Rittern in bzw. bei Sternberg statt. Die Straßenbezeichnungen "Rittersitz" und "Ritterstraße" erinnern uns noch an diese Zeit der Blüte unserer heutigen Kreisstadt.

Heinrich der Löwe war es auch, der die Besiedlung der ostelbischen norddeutschen Gebiete vorantrieb, und in diese Zeit fällt die Entstehung der späteren Rittergüter. Riesige Besitztümer hatte in dieser Zeit auch die Kirche. So reichten bis in unser Gebiet nicht nur die Besitzungen des Klosters Dobbertin, sondern auch des Klosters Sonnenkamp (Neukloster) und zeitweise sogar des Klosters Ribnitz. Jahrhunderter langer Kampf zwischen Kirche und Fürstentum bestimmt nun die Geschichte unserer engeren Heimat, und auch in der Geschichte Dabels widerspiegelt sich fortwährend dieser Kampf.

Die Dabeler Kirche
Die Dabeler Kirche

 

Die Dabeler Kirche im Jahre 2007
Die Dabeler Kirche im Jahre 2007

 

 

        
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